Meschede.
Am ersten Advent 2017 begann das neue Kirchenjahr. Zum vorletzten Mal lud Alfred Hammer, eine Woche zuvor erneut zum Superintendenten gewählt, Ehrenamtliche aus dem Kirchenkreis Arnsberg zum Neujahrsempfang ein. Er bedankte sich bei allen für ihr Engagement. Besonders hob er die für viele oft unsichtbare Arbeit der ehrenamtlichen Notfallseelsorger hervor.

„Erstens kommt es anders, uns zweitens als man denkt. Dieses Sprichwort setzte er als Motto über seiner Andacht, die aufforderte, auf Gottes Wirken in der Welt zu vertrauen.

Hammer hält im Vertrauen auf Gottes Wirken Rückschau auf die hinter ihm liegende Zeit  als Superintendent und auf das vor ihm liegende Amtsjahr:

Was war das Wichtigste, das du in den letzten Jahren erreicht hast?
Die acht Jahre als Superintendent waren eine Zeit, in der Impulse gesetzt werden konnten. Die Arbeit an den Themen „Pfarrbild“ mit der Erarbeitung eines Zeitstundenmodells für den Dienst der Pfarrerinnen und Pfarrer, die Entwicklung der Kirchenkreiskonzeption, die Zusammenführung der Kirchenkreise Arnsberg und Soest, die Bildung der neuen Verwaltung, die Mitarbeit im Verwaltungsrat der Diakonie-Ruhr-Hellweg . Daran mitarbeiten zu können, war für mich Herausforderung aber auch Geschenk. Ausdrücklich betone ich, dass die Ergebnisse der Arbeit nur deshalb erbracht werden konnten, weil ich in ein Team eingebunden bin, das mit mir die Dinge vorangebracht hat. Ich meine die Mitglieder des KSV, der AGsD, des Projektbüros, der Verwaltung und viele Menschen im KK Soest. 

Du bist  Superintendent und Gemeindepfarrer, tanzt also gleichzeitig auf zwei Hochzeiten. Welche Vor-und Nachteile siehst du?
Ein Superintendent im Nebenamt ist immer in der schwierigen Situation, als Dienstvorgesetzter der Pfarrerinnen und Pfarrer und als Aufsichtführender zugleich Mitglied im Pfarrteam und im örtlichen Presbyterium zu sein. Das kann den Amtsträger in schwierige Situationen bringen. In meiner Amtszeit ging es gut, weil das Pfarrteam, in dem ich mitarbeite, sehr verständnisvoll ist. Dennoch bleibt es immer ein Spagat.

Gab es Enttäuschungen? Wenn ja, was hilft dir, mit diesen zu leben?
Echte, tiefgreifende Enttäuschungen gab`s Gott lob nicht. Zu den kleinen, vielleicht auch nur gefühlten Enttäuschungen gehört, dass nach dem Amtsantritt vor acht  Jahren einige Pfarrer und Pfarrerinnen,  die mir vorher sehr vertraut waren, auf Distanz zum Superintendenten gegangen sind. Das verstehe ich, denn nun nahm der  „Bruder Hammer“ eine neue Rolle ein, wozu auch die des Dienstvorgesetzten gehört.  Im Laufe der Zeit hat mich das nicht mehr befremdet.

Ein Jahr Kirchenkreis Arnsberg liegt vor dir: Was wirst du anstoßen? Was willst du zu Ende bringen?
Es sind zwei Aufgaben, die sich mir stellen: a)Die Strukturen für den neuen Kirchenkreis so gut vorzubereiten, dass die Arbeit nach dem 1.1.2019 gut beginnen kann. Dazu braucht es die Entwicklung von Konzeptionen für die unterschiedlichen Arbeitsbereiche.
b) Was noch fehlt ist die theologische Arbeit zur Frage: Welches biblische Bild steht für den neuen KK. Ich meine damit, dass es um die Suche nach einer biblischen Vision für den neuen KK gehen soll. Ich habe der Herbstsynode dazu  einen Impuls gegeben. Ich werde sehen, was daraus wird.

Gibt es schon Pläne für einen feierlichen Abschied?
An einen feierlichen Abschied denke ich nicht, sehr wohl aber an einen festlichen Gottesdienst. Viele Reden anzuhören, ist mir keine Freude. Was ich so mitbekommen habe bei Verabschiedungen in den zurückliegenden Jahren denke ich: So gut kann kein Mensch sein. Aber gemeinsam Gott zu danken und ihn zu loben dafür, dass ich in der Kirche Jesu Christi mitarbeiten konnte, daran liegt mir.

Was hilft dir, Abschied zu nehmen?
Alles hat sein Zeit: arbeiten und ausruhen, aktiv sein und Muße finden, mehr Zeit für die Familie zu haben und für Dinge, die zu kurz kamen … Alles h a t t e seine Zeit und alles h a t seine Zeit. Dass ich Pastor bleibe – wie es in der Entpflichtung heißt – das gefällt mir. 

Stell dir Evangelische Kirche im Jahr 2038 vor? Welche Bilder kommen dir?
Sie wird Kirche Jesu Christi sein und bleiben. Es wird in ihr verkündigt und gefeiert, Menschen werden begleitet. Sie wird wichtig bleiben für die Menschen u n d für die Gesellschaft. Sie wird ökumenischer sein, will heißen in jeder Stadt, in jedem Dorf wird es eine Kirche oder Begegnungsstätte geben und sie wird von Menschen unterschiedlicher Konfessionen mit Leben gefüllt. Wir werden an einem Tisch das Abendmahl feiern! Ich habe keine Angst davor, dass die Kirche kleiner wird: „Gott wird bei ihr wohnen und alle werden sein Volk sein!“


Die Fragen stellte Kathrin Koppe-Bäumer
Bilder: Kathrin Koppe-Bäumer

Diakonie Ruhr- Hellweg tritt mit einem neuen Erscheinungsbild in die Öffentlichkeit

Sie gehen mit: Vorstand Christian Korte (rechts), der Verwaltungsrat mit seinem Vorsitzenden Alfred Hammer (Superintendent des Kirchenkreises Arnsberg (2.v.r.)) sowie weitere Teilnehmer freuen sich über das neue Erscheinungsbild der Diakonie Ruhr-Hellweg. In den Händen halten sie spezielle Drehkarten mit den neu formulierten Botschaften. Foto: drh/Tobias Schneider

Sie gehen mit: Vorstand Christian Korte (3.v.r.) und Mitarbeitende der Diakonie machen sich bei einer Wanderung zur Ruhrquelle mit dem neuen Erscheinungsbild vertraut. Foto: drh

12. September 2017

Aus „Stark für andere“ wird „Wir gehen mit.“ Die Diakonie Ruhr-Hellweg hat ein neues Selbstverständnis

Arnsberg (drh) – Ein neues Selbstverständnis, formuliert in klaren Botschaften, ein frisches Design und eine modernisierte Website: Die Diakonie Ruhr-Hellweg präsentiert die Ergebnisse eines umfangreichen Prozesses der Besinnung und drückt diese auch in ihrem neuen Erscheinungsbild aus. Herzstück der Änderungen ist der Claim „Wir gehen mit.“, der den bisherigen Slogan „Stark für andere“ ersetzt. Vorstand Christian Korte erklärt: „Wir bringen mit unserem neuen Erscheinungsbild einen Paradigmenwechsel in der sozialen Arbeit zum Ausdruck – weg von der Fürsorge hin zu mehr Selbstbestimmung. Es geht um die Begegnung auf Augenhöhe, die Orientierung an den Fähigkeiten und Wünschen der Hilfesuchenden und den grundsätzlichen Respekt vor den individuellen Wegen, die Menschen wählen.“

In einem intensiven Prozess hatten sich Mitarbeitende und der Verwaltungsrat der Diakonie im vergangenen Jahr mit der Frage auseinandergesetzt, wofür die Diakonie Ruhr-Hellweg steht. Unterstützt wurden die Verantwortlichen dabei von der Fachhochschule der Diakonie. „Gemeinsam haben wir überlegt, wie wir uns zu den vielfältigen gesellschaftlichen und kirchlichen Veränderungen positionieren möchten und was uns in unserer Arbeit trägt“, erläutert Korte. Das Ergebnis ist in zwölf Botschaften zusammengefasst, die unter anderem die individuelle Würde jedes Menschen, die Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe und den christlichen Bezug der diakonischen Arbeit hervorheben. „Mit den zwölf Botschaften gewinnen wir ein klares Profil und eine hilfreiche Orientierung nach innen und außen“, sagt Korte. „Sowohl in der konkreten alltäglichen Hilfe werden die Botschaften eine Orientierung bieten als auch für die Entwicklung und Ausrichtung unserer Angebote. Wir wollen Angebote mit den Menschen, mit den Gemeinden entwickeln und als örtliches Diakonisches Werk die Bedeutung der Region betonen.“

Beim Design fällt vor allem das Logo der Diakonie Ruhr-Hellweg ins Auge, das mit seinen neuen Farben frisch und zeitgemäß wirkt. „Das zweifarbige Logo soll die enge Verbundenheit mit den Kirchengemeinden der Region hervorheben“, erklärt Christian Korte. Ein weiteres markantes Merkmal sind die zahlreichen transparenten Flächen im grafischen Konzept: „Die durchscheinenden Elemente heben hervor, dass die Diakonie viel Wert auf eine offene Kommunikation legt, in der Bildsprache kommt durchgehend die Begegnung auf Augenhöhe zum Ausdruck“, führt der Vorstand aus.

Die vielfältigen Änderungen spiegeln sich nicht nur auf Flyern und Plakaten wider, sondern auch auf der neuen Website. Die verschiedenen Angebote der Diakonie, zum Beispiel Beratungsstellen, Reisen, Kinder-
und Senioreneinrichtungen, werden übersichtlich und kompakt beschrieben. Eine Veranstaltungsübersicht, Pressemitteilungen und Stellenangebote werden laufend aktualisiert. Ansprechende Fotos und Serviceelemente wie Downloadbereiche runden die Homepage ab. Auch der technischen Entwicklung wurde Rechnung getragen: Alle Inhalte sind gut über Mobiltelefone abzurufen. „Wir haben einen Internetauftritt aus der Sicht der Nutzerinnen und Nutzer entwickelt, damit diese die gewünschten Informationen schnell finden können“, erklärt der Vorstand.

Auch die Mitarbeitenden der Diakonie freuen sich über das neue Erscheinungsbild und den Claim „Wir gehen mit.“. Das wurde bei einer Wanderung durch das Sauerland am vergangenen Freitag (8. September) deutlich. An diesem Tag erfolgte auch die offizielle Umstellung. An der Ruhrquelle in Winterberg vergegenwärtigten sich die Teilnehmenden die Ursprünge diakonischen Handelns und das neue Selbstverständnis der Diakonie Ruhr-Hellweg.

Weitere Informationen gibt es unter www.diakonie-ruhr-hellweg.de

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Martin-Luther-Kirche in Warstein, Belecker Landstr. 14a:
Sonntags 11.00 Uhr mit Hl. Abendmahl und anschließendem Kirch-Café

Christuskirche in Warstein-Belecke, Hesenberg 1:
am 1. (mit hl. Abendmahl), 3. und möglicher 5. Sonntag im Monat um 9.30 Uhr

Rüthen: Nikolauskirche, Hochstr.:
am 2. (mit hl. Abendmahl), und 4. Sonntag im Monat um 9.30 Uhr

Markuskapelle in Warstein-Sichtigvor, Möhnestr. 124:
am 1. Samstag im Monat um 16.30 Uhr (häufig als Taufgottesdienst)

Erlöserkirche in Rüthen-Kallenhardt, Ringstr. 6
am 2. Samstag im Monat um 18.00 Uhr als Themen – oder Taizègottesdienst.

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