auf dem Kirchentag in Berlin

Mitglieder des Posaunenchors auf dem Kirchentag 2017

Eine Gruppe von 18 Bläserinnen und Bläsern hatte sich zum Besuch des Kirchenkreises angemeldet und ist frühmorgens am 24. Mai von der Martin-Luther-Kirche nach Berlin mit einem angemieteten Bully und Privat-PKWs aufgebrochen. Für einige Teilnehmer war der Besuch Routine, sie hatten schon oft an Kirchentagen teilgenommen, andere, besonders Jungbläser und Anfänger, waren auch etwas skeptisch, in Erwartung der Aufgaben, die auf dem Kirchentag auf sie zukommen werden.   ---mehr

Ohne Luther wäre die Welt ärmer – Gemeinsamer Festakt zum Reformationsjubiläum der Kirchenkreise Soest und Arnsberg

Die Superintendenten: links: Alfred Hammer, rechts: Dieter Tometten danken den Festrednern.

Das Gemeinsame Kirchenzentrum war bis auf den letzten Platz mit Gästen gefüllt.

Hochkarätige Referenten, ein beeindruckendes Lutherschauspiel und ein voll besetztes Gemeindezentrum - die beiden Evangelischen Kirchenkreise Arnsberg und Soest haben  das 500. Reformationsjubiläum am 18. Februar 2017 mit einem eindrucksvollen Festakt gefeiert.  

Mit dem evangelischen Kirchenhistoriker Prof. Dr. Albrecht Beutel aus Münster und dem Bundestagspräsidenten Prof. Dr. Norbert Lammert - nach eigener Aussage ein „protestantisch veranlagter Katholik“ - fesselten zwei profunde Redner das Publikum.

Superintendent Alfred Hammer begrüßte, auch im Namen seines Soester Kollegen Dieter Tometten,  350 Gäste aus Politik, Bildungseinrichtungen, Justizbehörden, Wirtschaft, den Gemeinden, den beiden Kirchenkreisen, sowie aus der katholischen Kirche und der Freikirche.
Eine gemischte Bläsergruppe aus Soest und Arnsberg unter der Leitung von Landesposaunenwart Ulrich Diekmann eröffnete den Festakt mit einer prächtigen Fanfare. „Dieses Fest ist  im Kern ein Christusfest. Es soll keinen Helden feiern. Es soll von der biblischen Botschaft ausgehend Impulse setzen“, legte Hammer die Grundlage für den Festakt.

Dementsprechend lehnte Beutel drei Zerrbilder der Luther-Vergegenwärtigung ab: Martin Luther sei kein Kirchengründer, kein Nationalheld und auch kein Freiheitskämpfer gewesen. Vergangene Epochen - unter anderem der Nationalsozialismus -  haben Bilder über Luther geprägt, die weniger über diesen aussagen als über die Zeit, in der sie entstanden. Sein Einfluss sei bis heute zu spüren.
Der Münsteraner Kirchenhistoriker begründete das mit „Luthers Fernwirkungen“ auf Glauben, Kultur und Lebenskunst: Luther habe jeden Menschen ermutigt, seinen eigenen Glauben unabhängig von Lehrmeinungen auszudrücken. Immer noch relevant sei Luthers Sprachfähigkeit. Er habe das „Instrument der menschlichen Rede:  zartfühlend, musikalisch bis grob“  beherrscht. In einfachen Worten habe Martin Luther „sagen wollen, was Sache ist.“

Der Politiker Lammert betonte, dass Luther ursprünglich keine Kirchenspaltung gewollt habe. Sie sei geschehen, weil das Konstanzer Reformkonzil im 15. Jahrhundert misslang, weil die deutschen Landesfürsten Luther für ihre Zwecke politische missbrauchten und  eine zentrale stattliche Autorität damals gefehlt habe. Heute müsse die Spaltung überwunden werden.
In Glaubensfragen sei seiner Meinung nach eine Einigung möglich. Die Kirchen selbst wollten sich allerdings als eigenständige Institutionen behaupten. „Das verstehe ich als Suizidversuch.“  Die Kirchen ständen sich selbst im Weg mit ihrem Interesse, als Institution zu bestehen. Sie vergäßen darüber, warum sie existieren. Würden sie daran arbeiten, die Spaltung zu überwinden, kämen sie ihrem Zweck näher und würden Menschen gewinnen.

Albert Henz,Vizepräsident der Ev. Kirche von Westfalen stellte in der sich anschließenden und von ihm moderierten Diskussion die Frage, mit welchen konkreten Schritten die Kirchenspaltung zu überwinden sei. Beutel sieht dafür den Weg von unten nach oben. An der Basis, in Gemeinden und auf Tagungen müssten Einladungen zu Abendmahl und Eucharistiefeier ausgesprochen und angenommen werden.
Lammert warb darum, die Vielfalt aufrecht zu erhalten und beschrieb eine geeinte Kirche als  Haus mit verschiedenen Wohnungen, die von unterschiedlichen Menschen bevorzugt werden. „Wir sind das Volk“, meinte er, „es ist unsere Aufgabe, als Personen die Institutionen zu verändern.“
Beutel und Lammert stimmen darin überein, dass in Deutschland das Verhältnis zwischen Kirche und Staat fruchtbringend ausbalanciert sei. Bei ethischen Entscheidungen seien kirchliche Äußerungen relevant. Doch wichtig sei ihm so Lammert, dass niemand, auch kein Bischof meine, die einzig richtige Wahrheit zu kennen.

Die Referenten zeigten großen Respekt füreinander, der in Lammerts Äußerung gipfelte: „Wenn wir beide an der Zukunft der Kirche arbeiten würden, wären wir heute Abend mit dem Thema durch.“ Das Publikum dankte mit lang anhaltendem Beifall, die Superintendenten mit Nachbildungen des Christuskreuzes 2017, das der Mescheder Benediktinermönch Pater Abraham für den ökumenischen Versöhnungsgottesdienst am 11. März in Hildesheim geschmiedet hat.  

von Kathrin Koppe-Bäumer

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Tauffest

Am Pfingstmontag haben wir das zweite Tauffest unserer Kirchengemeinde gefeiert. Im Park von Haus Dassel in Allagen wurden fünf Kinder mit Möhnewasser, das extra für die Taufen während des Gottesdienstes aus dem Fluss geholt wurde, getauft. Ein besonderer Gottesdienst an einem besonderen Ort und ein Erlebnis für alle, die dabei waren, nicht nur für die Tauffamilien. 

Mit Jesus unterwegs - Erstes ökumenisches Pilgern der Evangelischen Kirchengemeinde und des Pastoralverbunds Möhnetal

Gottesdienst im Körbecker Park

Am Samstag, 20.05.2017, machten sich bei wunderbarstem Wanderwetter über 50 Pilger auf den Weg entlang der Möhne, mit dem gemeinsamen Ziel: unter der alten Eiche von „Kirche am See“ im Körbecker Park einen Gottesdienst zu feiern. Erkennungszeichen für diese überkonfessionelle Aktion war die christliche Flagge - ein rotes Kreuz auf blauem Grund und weißem Hintergrund.

Es konnte sowohl gewandert als auch mit dem Rad gefahren werden. Startpunkt war an der Belecker Schützenhalle. Die Teilnehmer wurden mit einem geistlichen Impuls eingestimmt. Über die Strecke verteilt wurden weitere geistliche Impulse gegeben. Auch das Singen von christlichen Liedern kam nicht zu kurz.

Auf der ganzen Strecke konnten weitere Teilnehmer sowohl zu der Gruppe der Wanderer als auch zu der der Fahrradfahrer hinzustoßen. Da dies auch eifrig genutzt wurde, wuchs die Gruppe stetig an. Der jüngste Teilnehmer war 3 und der älteste Teilnehmer 85 Jahre alt.

Am  Ziel  angekommen  stärkten  sich  die  erschöpften  Pilger  mit  Kaffee,  nichtalkoholischen Getränken und Kuchen.

Abschließend wurde unter der Leitung von Dr. Pfarrerin Saßmann ein mit einer Agape-Feier gestalteter Gottesdienst gefeiert. Der Rückweg wurde zu Fuß, mit Fahrrad oder mit gechartertem Bus angetreten.

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