Superintendent Pfarrer Alfred Hammer feierlich aus seinem Dienst verabschiedet.

Vorne v.l.: Annette Kurschus. Alfred Hammer, Irene Bauer-Jungmann, Anne Sauerwald (KSV), Abt Aloysius; hinten v.l.: Dieter Tometten, Rainer Müller, Reinhard Weiß (KSV), und Ulrich Homann

Präses Annette Kurschus segnet Alfred Hammer nach der Entpflichtung.

Am Freitag vor dem Zweiten Advent entpflichtete Präses Annette Kurschus, die leitende Theologin der Ev. Kirche von Westfalen, Pfarrer Alfred Hammer, der neun Jahre lang Superintendent im Kirchenkreis Arnsberg war und 35 Jahre lang als Pfarrer in der Kirchengemeinde Marsberg gearbeitet hat, von beiden Diensten.  Sie würdigte ihn als einen, der in seiner „eigenen unverwechselbaren Art“ gewirkt habe: „Verletzlich und stark, aufbrausend und leise“ sei er und in der Lage, „verfahrene Situationen im Gespräch wieder in Bewegung zu bringen“. Ganz und gar der Ökumene verpflichtet habe Hammer Brücken gebaut. „Und das hat Früchte getragen.“ Seine Liebe zum Kirchenkreis Arnsberg habe er in seinen Schritten auf den Kirchenkreis Soest zu gezeigt. „Die Menschen beider Kirchenkreis habe er in seine Hoffnung auf den neuen Kirchenkreis Soest-Arnsberg hineingenommen.  „Das ist ein  großer Dienst an unserer Kirche“, würdigte sie Hammers hohen Einsatz im Prozess, der am 1. Januar 2019 mit der Gründung des neuen Evangelischen Kirchenkreises Soest-Arnsberg an sein Ziel kommt.
„Du bist nun frei“, entpflichtete sie ihn, segnete ihn und sprach ihm zu, dass er weiterhin predigen und Sakramente austeilen dürfe. „Dass ich Pastor bleibe, das gefällt mir“, zitierte sie Hammer und bekräftigte: „ Das ist gut so.“ Zuletzt überreichte sie Hammer das Bronzekreuz der Ev. Kirche von Westfalen. „Gold und Silber haben wir nicht. Aber, das, was wir haben, geben wir gerne“.

Als Pastor hatte er sich zuvor der großen Festgemeinde gezeigt mit seiner Predigt über die fünfstimmige Motette „Jesu, meine Freude“. Die Musik von Johann Sebastian Bach basiert auf einem Choral von Johann Franck aus dem 17. Jahrhundert. Er beschreibt die Welt mit Not, Tod und Furcht und singt dennoch: Jesu, meine Freude. „Ich gehe lieber in den Protest“, gab Hammer zu  und stellte dagegen das Gottvertrauen, das in dem Satz gipfelt: „Tobe, Welt und springe, ich steh hier und singe.“ Er schloss mit dem Bekenntnis: „Jesus ist wirklich in dieser Welt. Wer das glaubt, kann Wunder erleben. Daraus lebe ich. Daran glaube ich. Das hat mir Kraft gegeben.“

Den Gottesdienst gestalteten mit ihm Synodalassessor Rainer Müller und Schulpfarrerin Irene Bauer-Jungmann. Das Evangelium las der Mescheder Benediktiner Abt Aloysius. Die Fürbitten sprachen: Christian Korte, Geschäftsführer der Diakonie Ruhr-Hellweg, Verwaltungsleiter Bernd Göbert, Schulpfarrer Ulrich Homann für die Arbeitsgemeinschaft der kreiskirchlichen Dienste, der stellvertretende Landrat Michael Schult, Schwester Maria Ignatia vom Bergkloster Bestwig für die katholische Kirche und Superintendent Dieter Tometten für den Kirchenkreis Soest.

Mit Pauken und Trompeten wurde dieser Gottesdienst gefeiert. Maßgeblich dazu bei trugen der von Horst Jerzembek geleitete Posaunenchor der Ev. Auferstehungskirchengemeinde Olsberg-Bestwig und das Orgelspiel von Kirchenmusikdirektor Gerd Weimar, der auch den Kammerchor leitete und darin die Bassstimme übernahm.

Ortsdezernentin Doris Damke würdigte Hammer als „einen Mann mit Eigenschaften“. Leidenschaftlich sei er, wenn es um die Sache Jesu gehe. Sie dankte ihm für die Mitarbeit im Direktorium der Von Cansteinschen Bibelgesellschaft. Die Mitarbeiterinnen des Kindergartenträgerverbundes erinnerten an den kleinen Alfred, der im katholischen Kindergarten von einer Nonne, Schwester Andrea, geprägt wurde. Ein Ad-hoc-Chor würdigte Hammer, den Pfarrer, der aus einem Forsthaus stammt, mit einer Umdichtung des Jägerchores, frei nach Carl Maria von Weber.

Alfred Hammer dankte am Ende: „Das hat gut getan. Es war mir eine große Freude, im Kirchenkreis zu arbeiten. Ich lasse viele wunderbare Menschen los. Ich sehe Sie vor mir und danke  von Herzen, dass Sie gekommen sind.“ Besonders bedankte er sich bei Verwaltungsleiter Bernd Göbert, Christian Korte von der Diakonie Ruhr-Hellweg und Dieter Tometten, Superintendent im Kirchenkreis Soest.

KKB

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