"Gott und die Welt treffen“ in der 4. Nacht der offenen Kirchen

Foto: Miriam Kühle

"Gott und die Welt treffen“ in der 4. Nacht der offenen Kirchen in der Stadt Warstein am Vorabend des
1. Advents 2017.

15 Kirchen und Kapellen hatten am Vorabend des 1. Advents zwischen 20 Uhr und Mitternacht im Stadtgebiet geöffnet.

Zu jeder vollen Stunde erwartete die Besucher ein Angebot, das von verschiedenen Gruppen in den einzelnen Gemeinden vorbereitet wurde.

Es wurde gesungen, gebetet, informiert und meditiert … Die einzelnen Angebote dauerten ca. 30 Minuten und so blieb genügend Zeit, sich zum nächsten Ort zu begeben.

Der gemeinsame Abschluss fand dann um Mitternacht in der Heilig-Kreuz-Kirche in Belecke statt, der von Pfarrerin Jutta Schorrstein und Diakon Ludger Althaus gestaltet wurde.

Der Abschluss der Nacht der offenen Kirchen bildete gleichzeit den Beginn des neuen Kirchenjahres, auf das die Gottesdienstbesucher mit Sekt angestoßen haben.

Fotogalerie WA

Familienfreizeit 2017

„Wie soll ich dich empfangen…“

Mit dieser Frage im Gepäck machten sich auch im letzten Advent wieder einige Familien auf den Weg zum Kirchberghof, um sich dort in vielfältiger Art auf Weihnachten vorzubereiten.

Bei dieser Freizeit drehte sich alles um die Lieder, die in so vielfältiger Art und Weise in der Vorweihnachtszeit gesungen werden. So lernte man sich erstmal richtig kennen, indem jeder sein Lieblingslied vorstellte oder seine Erfahrungen mit Weihnachtsliedern erzählte. Die Palette, die zusammengetragen wurde war so bunt wie die Teilnehmerschar selbst. Die Lieder reichten von der „Weihnachtsbäckerei“  bis zu dem nicht für alle so bekannten Lied „Wie soll ich dich empfangen…“.

Jeder Teilnehmer gestaltete zu „seinem“ Lied eine Kugel, die zum Schluss einen schönen Weihnachtsbaum schmückte, der später in der Martin-Luther-Kirche noch lange zu bewundern war…
Bei einem Quiz  wurde auch viel Neues über die Weihnachtslieder gelernt. Da kamen nicht nur die Kinder ins Schwitzen. Und natürlich wurden die Instrumente ausgepackt und es war erstaunlich, wie viele Teilnehmer ein Instrument spielen können und so gab es in Kürze eine  neu gegründete Kirchberghof-Band.

Der Samstag begann mit einer besinnlichen Einheit für Klein und Groß. Es wurde dazu eingeladen, sich mit verschiedenen Texten in Form eines Schreibgespräches zu beschäftigen. So wurde gemalt, geschrieben, umgedichtet und jeder und jede konnte einen ganz eigenen Zugang zu „seinem Lied“ finden. Da staunte so mancher nicht schlecht, welche Texte und neuen Kompositionen hinterher gesungen werden konnten. Während die Jugend sich dann in die Holzwerksatt verabschiedete wurde noch kräftig gesungen und musiziert.

Der Nachmittag gestaltete sich dann wieder sportlich oder gemütlich, je nach Lust und Laune. Es wurde wieder geklettert, gebastelt, spazieren gegangen oder gespielt.

Am Abend fand das „Adventsfenster“ auf dem Hof statt, das dieses Mal von der Gruppe musikalisch mitgestaltet wurde. Mit vielen Gästen aus dem Dorf stimmt man sich auf den Adventssonntag ein. Schön war‘s, da waren sich alle einig.

Einen besinnlichen Ausklang fand der Tag dann wieder im „Adventsgärtlein“ und die Ruhe und Meditation taten allen Teilnehmern merklich gut.

Der Sonntag wurde dann mit einem Gottesdienst gefeiert. Begleitet von vielen Liedern machten wir uns sinnbildlich auf den Weg zur Krippe und jeder und jede konnte sich nochmal darauf besinnen: „Ja, wie werde ich dich empfangen, du Kind in der Krippe…“     (Preis-Rüther)

Dr. Ernst Grafe als Organist verabschiedet

Nach 26 Jahren als Organist in der Martin-Luther-Kirche wurde Dr. Ernst Grafe (89) im Gottesdienst am 3.9. an seiner langjährigen Wirkungsstätte aus dem aktiven Dienst verabschiedet.

Als Dank für das stets problemlose Miteinander gestaltete der Posaunenchor diesen Gottesdienst musikalisch mit.

Pfarrer Uwe Müller dankte für das Presbyterium mit einem Abschiedsgeschenk für Dr. Grafes Dienst: Als praktizierender Katholik so lange die Orgel in evangelischen Gottesdiensten zu spielen, sei schon bemerkenswert.

Pfarrer i.R. Hans-Jürgen Fricke erinnerte an die Anfänge des Wirkens Dr. Grafes als Organist: Als der seine Zahnarztpraxis aufgab und das Orgelspiel erlernte, waren die katholischen Orgelbänke besetzt, die Bank in der Martin-Luther-Kirche aber verwaist. Da ließ Dr. Grafe sich in den Dienst rufen.

In seinen Abschiedsworten äußerte Dr. Grafe sein Bedauern darüber, dass ihm sein gesundheitlicher Zustand nicht mehr ermögliche, auf dem gewohnten Niveau seinen Dienst auszuüben. Gleichzeitig bedankte er sich bei den Gemeindegliedern für die lange gemeinsame Zeit.

Im Anschluss an den Gottesdienst nutzten viele Gemeindeglieder bei einem Sektempfang im Philipp-Melanchthon-Haus die Gelegenheit, sich persönlich von Dr. Grafe zu verabschieden.

Theater und mehr beim KiBiTa in Rüthen

Beim Kinderbibeltag in Rüthen entdeckten die Kleinen die Geschichte von Rut.

Es ist eine Geschichte der Freundschaft, voller Hoffnung. Denn es geht um Rut. Ihre Geschichte stand im Vordergrund des 17. ökumenischen Kinderbibeltages.

Das Buch Rut ist Teil des Alten Testaments und ihr Name bedeutet "Freundin" Die älteren Kinder hatten sich für das Theaterstück richtig Mühe gegeben.

Anschließend lernten sich die kleinen Bibelentdecker dann in der St. Nikolauskirche kennen und sie beschäftigten sich in Gruppen mit der Geschichte.

Mit Fußabdrücken überlegten die Erst- u. Zweitklässler, wie Noomis Familie gewachsen und wieder kleiner geworden ist. Es wurde überlegt was sie traurig und was sie schön fanden.

Die Dritt- u. Viertklässler beschäftigten sich mit der Vorgechichte. Es wurden Texte gelernt und kleine Szenen eingeübt, die im Anschluss in der großen Gruppe vorgespielt wurden.

Im Anschluss wurde noch gebastelt und Vertrauenübungen gespielt.

Vaterunser Schwerpunktthema der ökum. Kinderbibeltage im Möhnetal

Die Kinder haben das Vaterunser gesungen, gebetet und sogar getanzt.

Sie haben es mit rhythmischen Klatschen begleitet, Tücher dazu geschwungen und Geschichten darüber erzählt. 

80 Kinder aus dem Möhnetal und Belecke zeigten im Abschlussgottesdienst der Kinderbibeltage am Samstagsnachmittag (14.10.2017) in der Pfarrkirche St. Margaretha, wie viele Seiten eines Gebets zum Vorschein kommen, wenn man sich nur intensiv damit beschäftigt.

Die Theatergruppe inszenierte das Stück von Simon, der auf dem Weg nach Jericho unter die Räuber fiel und vom barmherzigen Samariter gerettet wurde.

Eine andere Gruppe hatte Fürbitten entwickelt, die eindringlicher nicht hätten sein können. "Dass es keine Kriege mehr gibt", wünschten sich die Kinder unter anderem, oder "dass alle Menschen Freunde sind und sich gegenseitig helfen".

130 Kinder widmen sich bei der ökum. KiBiTa in Warstein dem Thema "Luther"

Unter dem Motto "Mit Martin auf Entdeckertour" hatten sich die Fünf- Zwölfjährigen zusammen mit ihren etwa 30 Betreuern, dieses Mal und anlässlich des Lutherjahres, mit dem Leben und Wirken des Reformators beschäftigt.

"Wir haben uns getraut, auch in der ökumenischen Gemeinschaft mit den Kindern, Martin Luther kennen zu lernen, diesen Mann, der uns gezeigt hat, was für ein Schatz die Bibel ist. Durch ihn lernen wir, dass wir als freie, fröhliche Menschen leben dürfen und stets dir Gewissheit haben können: Gott liebt mich, so wie ich bin!" blickten Bettina Preis-Rüther und Bernadette Kauf als Leiterinnen auf die vergangenen beiden intensiven Tage zurück.

Es herrschte eine super Stimmung und alle Kinder haben wieder begeistert mitgemacht.

Ob Theater, Liedbeiträge oder Bastel- u. Spielaktionen, alles zielte darauf ab, den junden Gemeindegliedern zu vermitteln, dass die Bibel auch in der heutigen Zeit ein guter und wertvoller Lebensratgeber sein kann.

Nach dem überschwänglichen Applaus zum Abschluss der ökumenischen Kinderbibeltagen waren sich alle Beteiligten einig:"Luther is kein Thema ausschließlich für Protestanten. Er hat uns gezeigt, dass man mutig sein und seine Angst besiegen sollte, um für seine Sache ein zu stehen." (WA)

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Neukirchenjahresempfang 2017

Als Dank für alle Haupt-und Nebenamtlichen, sowie den zahlreichen Ehrenamtlichen, feierte die evangelische Kirchengemeinde im alten Jahr im Dezember ihren traditionellen Neukirchenjahresempfang. Den Gottesdienst zuvor gestaltete Pfarrerin Dr. Karin Christiane Saßmann zusammen mit dem Posaunenchor, der bekannte Adventslieder und klassische Werke spielte, in der Martin-Luther-Kirche.

Pfarrerin Jutta Schorstein übernahm im Philipp-Melanchton-Haus „das Ruder“ und bedankte sich zunächst bei allen Mitarbeitern, die mit viel Engagement und Liebe einen großen Teil ihrer Zeit der Gemeinde zur Verfügung stellten.

Sie freute sich auch darüber, die „Offiziellen“ begrüßen zu können, nämlich den Warsteiner Bürgermeister Dr. Thomas Schöne, Peter Weiken von der Stadt Rüthen, sowie den Leiter des Pastoralverbundes, Pfarrer Markus Gudermann.

Dankbar erinnerte Thomas Schöne an das Lutherjahr 2017 und die vielen Feierlichkeiten rund um das historische Ereignis. „Das hatte nicht nur für alle evangelischen Christen eine große Bedeutung, sondern setzte auch Impulse für die Ökumene.“

Ebenso begrüßte Pfarrer Markus Gudermann, der vor einigen Monaten die Nachfolge von Pastor Thomas Wulf angetreten hat, die Annäherung beider Konfessionen und meinte: „Die Nacht der offenen Kirchen in all den Jahren ist ein schöner Erfolg. Die Menschen machen sich auf den Weg, und dadurch kommt was in Bewegung.“ Das sei ein Segen für alle in der Stadt Warstein, „ wir wollen uns auch weiterhin gegenseitig öffnen und für den Glauben werben“.   

Peter Weiken überbrachte nicht nur Grüße und gute Wünsche aus der Bergstadt, sondern hinterfragte die „schöne, besinnliche Adventszeit“, die leider immer mehr von vielen unwichtigen Dingen überlagert würde. Daher sollte doch jeder mal überlegen, was eigentlich das Wesentliche in der Adventszeit sei und sich „Zeit für den Augenblick nehmen, für das, was schön ist“. Dazu gehörte auch das Kümmern um den Nächsten, und sich mit Muße auf das Warten von Jesus Christus, Gottes Sohn, einzustimmen. Symbolhaft veranschaulichte der Rüthener Bürgermeister, dass man die Prioritäten im Leben mit dem Befüllen eines Glases vergleichen könnte und daher die Reihenfolge entscheidend sei. Die Bälle stünden für Familie, die Kiesel für materiellen Dinge und der Sand für alles Unwichtige. „Wenn der Sand zuerst eingefüllt wird, ist das Glas voll und das wirklich Wichtige hat dann kaum noch Platz.“

Nach dem offiziellen Teil stand ein gemeinsames Mittagessen auf dem Programm, dem sich alle gern anschlossen. (Dorothea Richter)

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auf dem Kirchentag in Berlin

Mitglieder des Posaunenchors auf dem Kirchentag 2017

Eine Gruppe von 18 Bläserinnen und Bläsern hatte sich zum Besuch des Kirchenkreises angemeldet und ist frühmorgens am 24. Mai von der Martin-Luther-Kirche nach Berlin mit einem angemieteten Bully und Privat-PKWs aufgebrochen. Für einige Teilnehmer war der Besuch Routine, sie hatten schon oft an Kirchentagen teilgenommen, andere, besonders Jungbläser und Anfänger, waren auch etwas skeptisch, in Erwartung der Aufgaben, die auf dem Kirchentag auf sie zukommen werden.   ---mehr

Konfirmationsjubiläum 2017

Gnaden u. Kronjuwelen Jubilare

Nachdem in den vergangenen zwölf Jahren ein Team um Martha Bos-Bröker und Ute Spork die Vorbereitung des Konfirmationsjubiläums übernommen hatten, zeichnen sich diesmal Karola Haverbeck und Ingrid Knop für die Vorbereitung verantwortlich.

Der Festgottesdienst begann um 11.00 Uhr in der Martin-Luther-Kirche Warstein und wurde von Pfarrer Uwe Müller geleitet. Die musikalische Gestaltung übernahmen Tobias Lehmenkühler an der Orgel und der Posaunenchor der Gemeinde unter der Leitung von Iris Lenze.

Vor der Abendmahlsfeier wurden die Jubilare erneut persönlich unter den Segen Gottes gestellt.
Eine Gedenkurkunde und eine Rose werden die Jubilare noch lange an diesen besonderen Tag erinnern.

Im Anschluss an den Gottesdienst konnten die Jubilare bei einem gemeinsamen Mittagessen im Philipp-Melanchthon-Haus Erinnerungen an ihre Konfirmandenzeit austauschen. Beim Kuchenbuffet klang ein ereignisreicher Tag aus.

Es feierten Ihre:

Goldene Konfirmation
Luise Bröskamp, Bärbel Dreikauß, Heidi Halfpap, Klaus Herzog, Norbert Kelbert, Margrit Lürbke, Wolfgang Sachse, Ulrike Stappert, Anneliese Stein.

Diamantene Konfirmation
Anneli Bobe, Elke Dülken, Frieda Fegler, Gerd Flaig, Inge Fleischer, Hans-Jürgen Fricke, Rosemarie Gerlich, Monika Hahne, Carl-Heinz Hilker, Günther Hinz, Gisela Knülle , Günter Krause, Edmund Mis, Helga Raupach , Christel Richter, Gerda Schmidt , Gudrun Vogel.

Eiserne Konfirmation
Manfred Baczynski, Helmut Baumgart, Karl Walter Beyer, Wilhelm Biermann, Dieter Hantke, Ruth Kaiser, Manfred Kerber, Erika Kuhnke, Rüdiger Lopsien, Günter Lucht, Wolfgang Macdonald, Klaus Michel, Wolfgang Nadolny, Horst Rohrbach, Hanna Rollfinke, Ewald Schröder, Gisela Schücker-Martin, Lore Vogelgesang.

Gnaden- u. Kronjuwelenkonfirmation
Herta Finke, Peter Geist, Horst Kuhnke, Sigrid Luse , Franz Schipek, Dorothea Stief.

Egon Böhne, Gertrud Kostrzewa , Hans-Dietrich Mehardel, Horst Schmächtig.

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Bürgermeister-Wilke-Preis 2017 für unseren langjährigen Presbyter Carl-Heinz Hilker

Carl-Heinz Hilker (zweiter von links)

Im Rahmen der Sturmtagsfeier wurden drei  Belecker Bürger für ihr „ehrenamtliches Wirken und ihr außergewöhnliches Engagement über Jahrzehnte in den Kirchengemeinden“ mit dem Bürgermeister-Wilke-Preis ausgezeichnet. Für die Evangelische Kirchengemeinde: Carl-Heinz Hilker; für die Katholische Kirchengemeinde St. Pankratius: Nobert Cruse; und für die ehemalige Katholische Kirchengemeinde Hl. Kreuz: Alfred Henke.

In seiner Laudatio für die Preisträger benutzte der Vorsitzende des Kultur-und Heimatvereins Baldulikum Hans-Jürgen Raulf das Zitat von Papst Franziskus „Ein Mann mit Feuer im Herzen“ über den Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland. „Das hat seinen guten Grund, denn auch diese Drei haben sich mit Feuer im Herzen der kirchlichen Mitarbeit verschrieben“, so Laudator Raulf. Die rührigen Männer hätten ihren Kirchen einen segensreichen Dienst erwiesen und den Wandel der vergangenen Jahre - durch sinkende Zahlen der Kirchenbesucher und weniger Priester in der katholischen Kirche -  mitgetragen. „Wir möchten diesen Männern mit Feuer im Herzen Danke sagen.“

Die Laudatio von Hans-Jürgen Raulf galt neben den beiden anderen Preisträgern dem Kirchenmann   
Carl-Heinz Hilker,
der 1942 in Barntrup geboren und seit knapp 50 Jahren mit seiner Frau Wieka verheiratet ist und zwei Kinder und zwei Enkelkinder hat.  Sein schon zu Berufszeiten ehrenamtliches Engagement habe der Diplom Ingenieur der Elektrotechnik, der seit 1968 in Belecke lebt, bei der AEG arbeitete und ab 1990 zur eupec wechselte, in seinem Ruhestand 2005 noch intensivieren können. Die evangelische Kirchengemeinde hätte mit  Carl-Heinz Hilker einen „überaus tatkräftigen und verlässlichen Mann“.

Von 1992 bis 2016 war er im Presbyterium  „die tragende Säule“, und trug als Presbyter zusammen mit Pfarrern und Pfarrerin Verantwortung für ein lebendiges Gemeindeleben. Zu seinen Aufgaben gehörten Entscheidungen über die Finanzen, also dem Gemeindehaushalt, sowie das Personal. Über acht Jahre war er Kirchmeister und in geistlicher Hinsicht galt seine Mitarbeit  bei den Planungen der Gottesdienstordnung.  Maßgeblich wirkte er auch bei Planung und Neustrukturierung – die Zusammenlegung der Pfarrbezirke und Neuorientierung der Pfarrstellen mit. Seit zehn Jahren ist der Belecker  Mitglied im Synodalvorstand des Evangelischen Kirchenkreises Arnsberg, wo in nächster Zeit die Zusammenlegung mit dem Kirchenkreis Soest ansteht. Weiterhin engagiert sich Carl-Heinz Hilker bis heute als Lektor und Abendmahlshelfer im Gottesdienst, sowie im Posaunenchor und Singkreis.

Neben den umfangreichen Aufgaben in der Kirchengemeinde war und ist der 74-Jährige auch noch politisch und sportlich aktiv: Als  sachkundiger Bürger für Sport in der damaligen Stadt Belecke, als Mitglied im Vorstand der Senioren-Union Warstein und Kreis Soest und von 2005 bis 2010 beratendes Mitglied im Jugendhilfeausschuss der Stadt Warstein, als Vertreter der Ev. Kirchengemeinde.  Mitglied ist er auch seit 1980 im TuS Belecke (Abteilung Tennis, später Turnen), betrieb 15 Jahre Vorstandsarbeit im TuS und bekleidete jahrelang das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden des Stadtsportverbandes Warstein.       

Beispielhaft sei die persönliche Aussage von Carl-Heinz Hilker zu seinem Engagement, bemerkte Vorsitzender Hans-Jürgen Raulf, die da lautete: „Meine ehrenamtlichen Tätigkeiten machen mir sehr viel Freude. Und da mir im Leben sehr viel Glück geschenkt worden ist, so denke ich, dass ich auch etwas unserem Gemeinwohl zurück geben muss.“

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Vortragsabend mit dem Buchautor Andreas Malessa unter dem vielsagenden Titel: „Hier stehe ich, es war alles ganz anders“.

Pfr. Müller u. Hr. Malessa

In diesem Jahr würde Martin Luther anlässlich des 500-jährigen Reformations-Jubiläums auch in Warstein „abgefeiert“, eröffnete Pfarrer Uwe Müller in der Martin Luther-Kirche den Vortragsabend mit dem Buchautor Andreas Malessa unter dem vielsagenden Titel: „Hier stehe ich, es war alles ganz anders“.
Andreas Malessa ist nicht nur Autor, sondern auch evangelischer Theologe und Fernsehjournalist, seit Jahren beschäftigt er sich mit dem Thema Martin Luther. Auf humorvolle Weise führte er dem gespannten Publikum zahlreiche Aussagen und Sprüche vor Augen, die Luther einst gesagt haben soll - die aber eigentlich in den Bereich der Legenden gehörten. „Wenn Luther seine 95 Thesen an die Kirchentür hämmerte, wieso ist nirgendwo vermerkt, dass er sich dabei auf den Daumen gehauen hat? Warf er wirklich ein Tintenfass nach dem Teufel? Floh Katharina in einem Heringsfass aus dem Kloster? Pflanzte Martin ein Apfelbäumchen?“ Alles fröhlicher Unsinn, meinte Malessa  und genoss sichtlich das ungläubige Staunen der Besucher.
„Auch das Zitat 'Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen' stammt nicht von Luther, sondern der Urheber heißt Karl Lotz und war ein hessischer Pfarrer.“
Oh, das tut weh! Wer dem Luther Hype verfallen ist - besonders in diesem Jahr -  sollte sich jetzt warm anziehen: Denn Andreas Malessa räumte im Laufe des Abends gewaltig mit Irrtümern auf, die um den Reformator kreisen und die im Laufe der Jahre von Generation zu Generation weitergegeben werden. Weil sie sich so schön anhören und anfühlen.
„Luther“, meinte der gebürtiger Schwabe, „schaute dem Volk aufs  Maul und nahm kein Blatt vor den Mund. Er war ein Mensch mit vielen Facetten.“ Der Referent muss es wissen: Im Laufe der Jahre hat er sich durch das Leben des Reformators gearbeitet, es auf seinen Wahrheitsgehalt hin überprüft und dabei 2585 Briefe und 7000 Tischreden gelesen.
Im Haus der Familie Luther sei es wie  in einem Taubenschlag zugegangen, täglich seien bis zu 40 Studenten dort gewesen. Ehefrau Katharina von Bora unterstützte ihren Mann tatkräftig. Sie hatte herausragende Fähigkeiten, war intelligent und mutig, kümmerte sich um die Verwaltung in Haus und Hof und besaß ein „gutes Händchen für die Geschäfte“. „Letztlich hatte sie die Hosen an“, bemerkte Andreas Malessa, „Luther nannte sie ja oft respektvoll mein Herr Käthe.“   
Apropos Katharina und Martin: Nein, eine nach unserem heutigen Verständnis romantische Liebesheirat sei die Eheschließung (öffentlich am 27. Juni 1525) zwischen den beiden nicht gewesen. „Gott wollte, dass ich mich der Übriggebliebenen erbarmte“, soll Martin Luther gesagt haben, aber auch: „Es ist mir gut mit ihr ergangen.“ Die Hochzeitsnacht - zu der Zeit war das so üblich - musste unter Zeugen stattfinden, die den Vollzug und damit die offizielle Gültigkeit der Ehe  bestätigten. Nur wenn das Paar gemeinsame Sache machte, also „unter einer Decke steckte“, gingen die Versorgungsansprüche der Frau gegenüber ihrer Herkunftsfamilie an ihren Mann über. „Jetzt wissen Sie, wo dieser Ausspruch herkommt“, schmunzelte Malessa. Ein wenig sei von diesem Brauch bis heute vorhanden, stellte der Referent fest: „Wenn  der Brautvater mit seiner Tochter durch den Mittelgang der Kirsche schreitet, um sie ihrem Ehemann zu übergeben, ist das ein letzter symbolisierter Akt der Rechtsübertragung.“
Was die Sprache anginge, sei Martin Luther übrigens gar nicht zimperlich gewesen, so der Luther-Kenner. Viele Redewendungen und Begriffe stammten von ihm und hätten damit ihren Zugang in die deutsche Sprache gefunden, wie zum Beispiel „In Sack und Asche gehen“, „die Spreu vom Weizen trennen“, „Bluthund“, „Sündenbock“, „Lästermaul“ und „Judaslohn“. Bekannt sei wohl auch sein derber Spruch: „Aus einem traurigen Arsch fährt kein fröhlicher Furz.“  
Hat Martin Luther als Erster die Bibel ins Deutsche übersetzt? Andreas Malessa musste seine Zuhörerinnen und Zuhörer leider enttäuschen: „Nein, das tat ein gewisser Herr Wulfila. Der lebte zwischen 311 und 383  n. Chr. im heutigen Nordbulgarien und gehörte zum Volk der Goten. Zu Luthers Zeiten lagen bereits 72 deutschsprachige Teilübersetzungen vor.“ Wie ein Wahnsinniger habe Luther aber in nur 11 Wochen - nämlich von Dezember 1521 bis Februar 1522 - das Neue Testament übersetzt. In den darauffolgenden 12 Jahren bis 1534, habe er dann das Alte Testament übersetzt, mit einem von ihm zusammengestellten Team.    
Andreas Malessa mutete den Lutherfreunden in Warstein noch mehr zu: Sünden-Ablass? „Den gibt es gar nicht, es gibt Ablass von Strafen für Sünden.“ Als guter Katholik  hätte Luther fest daran geglaubt, dass die Kirche Ablass gewähren könne, „aufgeregt hat er sich über den  Ablass-Handel.“ Luthers Zorn entzündete sich nicht nur an den Reden von Johann Tetzel, sondern er ging so weit, dass er die gesamte Erlösungslehre der katholischen Kirche aushöhlte und später durch die  Reformation in vier Grundsätzen proklamierte: „Allein die Schrift“,  „Allein durch den Glauben“, „Allein durch Gnade“ „Christus allein“.
Durch die Bibel und Christus sei das abergläubische Weltbild „entängstlicht“ worden, meinte der Autor zum Schluss, „das Christus zentrierte Weltbild ist Martin Luther zu verdanken.“  

Dorothea Richter

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Lutherfest am Sonntag 17. September 2017

Kostümierte Helferinnen

Posaunenchor

Ganz im Zeichen Martin Luthers stand das Gemeindefest der Evangelischen Kirchengemeinde.

Bereits am Sonntagmorgen begannen die Feierlichkeiten mit einem Familiengottesdienst in der
Martin-Luther-Kirche. Pfarrerin Jutta Schorstein thematisierte in ihrer kurzen Predigt die reformatorische Erkenntnis: „Ich muss mir Gottes Gnade nicht verdienen, ich bekomme sie geschenkt.“

So eingestimmt trafen sich anschließend Jung und Alt im und rund um das Gemeindezentrum, wo eine Vielzahl freiwilliger Helfer und Mitarbeiter ein buntes Unterhaltungsprogramm vorbereitet hatte. Dass zwischen Würstchengrill, Getränke- und Informationsständen, Glücksrad, Kuchentheke und Festzelt (kostümierte) Zeitgenossen des Reformators herumflanierten, und damit zumindest kleidungstechnisch das Rad der Zeit um 500 Jahre zurückdrehten, unterstrich den Anlass fürs festliche Beisammensein.

Das Reformationsjubiläum war allgegenwärtig. So bekamen zum Beispiel die Glücksradgewinner am Stand des Krankenhausbesuchsdienstes erbauliche Luthersprüche mit auf den Weg. In einem Quiz konnten die Besucher ihr Wissen rund um Martin Luther testen lassen und von den Wänden des Gemeindezentrums mahnten Spruchbänder mit Luther-Ermahnungen zum friedlichen Miteinander: „Lasset die Geister aufeinander prallen aber die Fäuste haltet stille!“

In der Kirche zitierte Pfarrer Uwe Müller am frühen Nachmittag aus Luthers Tischreden. Gemeinsam mit Pfarrerin Jutta Schorstein bereitete er später die Lehren des Reformators kabarettistisch auf, wobei vor allem Aussagen, die diesem lediglich „nachgesagt“ werden, für Erheiterung sorgten. Auch Verhaltensregeln für Kirchgänger, entnommen aus dem „Reutlinger Gemeindeblatt“ des Jahres 1930, ließ die Zuhörer schmunzeln. „Bei schwächer besuchten Gottesdiensten“, so hieß es, „suche sich womöglich Jeder seine eigene Bank aus, damit das kleine Häuflein wenigstens über den ganzen Raum verteilt ist.“

Während die Mitarbeiter der Kinderkirche Rüthen und Warstein im Philipp-Melanchthon-Haus mit Spielen und kreativen Angeboten für die Unterhaltung der Kleinsten sorgten und die „TeamerSociety“ der Jugendarbeit zum Gang durch „das Tor der Zeit“ einluden, rundeten Anke Dahlberg, Bianca und Silke Hoppe sowie Carl-Heinz Hilker mit Liedern, Gedichten und Lesungen das Programm in der Kirche ab.

Am Abend des eigentlichen Festtages mögen den Mitgliedern des Posaunenchores die Ohren gedröhnt haben. Unter der Überschrift „Mitmachen erlaubt“ hatten sie ihre Instrumente zum Ausprobieren zur
Verfügung gestellt. Wie alle am Fest beteiligten konnte Chorleiterin Iris Lenze eine positive Abschlussbilanz ziehen. Nach unzähligen Blasversuchen der Besucher muss sie sich keine Sorgen um den Erhalt des
Posaunenchores machen: „Der Nachwuchs ist gesichert.“(WA)

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Luthermahl ist der Startschuss zum Lutherfest

Katharina u. Martin Luther

Den Startschuss zum Lutherfest hatte der Evangelische Frauentreff bereits am Freitagabend (15.09.2017) mit einem „ausverkauften“ Festmahl abgefeuert.

Unter dem Motto „Katharina von Bora lädt zu Tisch“ gab es im Philipp-Melanchthon-Haus ein mehrgängiges Menü mit Rezepten aus der Zeit des Reformators. Begleitet wurde das Luthermahl von „ungehaltenen Reden einer ungehaltenen Frau“ (das war in diesem Fall Katharina Luther).

Als Vorspeise wurde Bierbrot mit Griebenschmalz und Erbsbrei mit Speckripp gereicht. Zum Hauptgang verspeisten die Gäste Hähnchenbrust in Mandelmilch und zum Dessert Apfelkuchen mit Kaffee aus der Bohne.

Bewirtet wurden die Gäste von Mägde in mittelalterliche Gewänder.

 

 

Reformationskonzert

Luther hat uns so manchen kirchenmusikalischen Schatz geschenkt", so begrüßte Pfarrerin Jutta Schorstein die Musikliebhaber in der voll besetzten Martin-Luther-Kirche. Sie bedankte sich bei der Leiterin des Ev. Posaunenchores, Iris Lenze und Tonia Jütte für den mitwirkenden Flötenkreis flaut‘anima und allen Mitwirkenden, im besonderen auch bei den Solisten Landesposaunenwart Ulrich Dieckmann, Sebastian Lenze (Trompete) und Susanne Erling an der Orgel. Frisch und klar startete der Posaunenchor mit der Reformationsfanfare von Dieter Wendel (* 1965). Ein festlicher Auftakt für ein Programm, in dessen Mittelpunkt die Werke Luthers standen und zudem Stücke aus Renaissance, Barock, Klassik und Romantik, bis hin zu neuzeitlichen Kompositionen zum Vortrag kamen. Höhepunkt der etwa 90-minütigen Darbietungen war sicherlich der wohl bekannteste Luther-Choral „Ein feste Burg" - in vier verschiedenen Interpretationen. Den Auftakt machten Vorspiel und Choral von Thomas Riegler in einer kraftvollen, an Bach erinnernden, Version. Konzertanter, weniger akzentuiert „übersetzte" Manfred Schlenker den Klassiker als Vorspiel des Chorals aus dem ev. Gesangbuches von Johannes Kuhlo, Mitbegründer der evangelischen Posaunenbewegung, den die Besucher mitgesungen haben. Dies war sicherlich in Luthers Sinn, war es doch ihm zu verdanken, dass der Gesang im Gottesdienst der Gemeinden Eingang fand. Ein selten gehörtes Klangerlebnis war Christoph Georgijs Bearbeitung in Swing Intonation. „Der Klassiker für den Reformationstag kann auch richtig fetzig werden", so interpretierten viele Zuhörer diese Jazzvariante. Ebenfalls zwei sehr unterschiedliche, neuzeitliche Versionen (Hans-Jürgen Wulf und Friedemann Gottschlick) gab der Posaunenchor auch von Luthers „Nun freut euch liebe Christen gmein" — eines seiner ersten und bedeutendsten Werke, das noch heute im evangelischen Gesangbuch steht. Ebenfalls zu Gehör kamen „Preis und Anbetung" von Rinck (1770-1846) und die musikalische Aufforderung von Christoph Bogon (*1970) "Verleih uns Frieden". Eingebettet in die Klänge der Blechbläser waren nicht minder gelungene Vorträge des Flötenensembles „Flaut`anima" unter der Leitung von Tonia Jütte. Gekonnt brachten die Musikerinnen sowohl klassische Werke von Johann Hermann Schein (Intrada) und Samuel Scheidt (Paduan), als auch Bachs kirchenmusikalisches Stück „Ehre und Preis sei Gott, dem Herren in der Höhe" und den Luther-Klassiker „Vom Himmel hoch, da komm ich her" in zwei weiteren Kompositionen dar. Wie auch die Solisten Ulrich Dieckmann (Posaune) und der Trompeter Sebastian Lenze, zog Organistin Susanne Erling von der Empore aus „alle Register". Das vielschichtige Konzert hatte eindrucksvoll klar gemacht, was es am Reformationstag zu feiern galt. Zwei Zugaben erklatschten sich die begeisterten Zuhörer und der Namensgeber der Kirche hätte dem sicher beigepflichtet.

Ohne Luther wäre die Welt ärmer – Gemeinsamer Festakt zum Reformationsjubiläum der Kirchenkreise Soest und Arnsberg

Die Superintendenten: links: Alfred Hammer, rechts: Dieter Tometten danken den Festrednern.

Das Gemeinsame Kirchenzentrum war bis auf den letzten Platz mit Gästen gefüllt.

Hochkarätige Referenten, ein beeindruckendes Lutherschauspiel und ein voll besetztes Gemeindezentrum - die beiden Evangelischen Kirchenkreise Arnsberg und Soest haben  das 500. Reformationsjubiläum am 18. Februar 2017 mit einem eindrucksvollen Festakt gefeiert.  

Mit dem evangelischen Kirchenhistoriker Prof. Dr. Albrecht Beutel aus Münster und dem Bundestagspräsidenten Prof. Dr. Norbert Lammert - nach eigener Aussage ein „protestantisch veranlagter Katholik“ - fesselten zwei profunde Redner das Publikum.

Superintendent Alfred Hammer begrüßte, auch im Namen seines Soester Kollegen Dieter Tometten,  350 Gäste aus Politik, Bildungseinrichtungen, Justizbehörden, Wirtschaft, den Gemeinden, den beiden Kirchenkreisen, sowie aus der katholischen Kirche und der Freikirche.
Eine gemischte Bläsergruppe aus Soest und Arnsberg unter der Leitung von Landesposaunenwart Ulrich Diekmann eröffnete den Festakt mit einer prächtigen Fanfare. „Dieses Fest ist  im Kern ein Christusfest. Es soll keinen Helden feiern. Es soll von der biblischen Botschaft ausgehend Impulse setzen“, legte Hammer die Grundlage für den Festakt.

Dementsprechend lehnte Beutel drei Zerrbilder der Luther-Vergegenwärtigung ab: Martin Luther sei kein Kirchengründer, kein Nationalheld und auch kein Freiheitskämpfer gewesen. Vergangene Epochen - unter anderem der Nationalsozialismus -  haben Bilder über Luther geprägt, die weniger über diesen aussagen als über die Zeit, in der sie entstanden. Sein Einfluss sei bis heute zu spüren.
Der Münsteraner Kirchenhistoriker begründete das mit „Luthers Fernwirkungen“ auf Glauben, Kultur und Lebenskunst: Luther habe jeden Menschen ermutigt, seinen eigenen Glauben unabhängig von Lehrmeinungen auszudrücken. Immer noch relevant sei Luthers Sprachfähigkeit. Er habe das „Instrument der menschlichen Rede:  zartfühlend, musikalisch bis grob“  beherrscht. In einfachen Worten habe Martin Luther „sagen wollen, was Sache ist.“

Der Politiker Lammert betonte, dass Luther ursprünglich keine Kirchenspaltung gewollt habe. Sie sei geschehen, weil das Konstanzer Reformkonzil im 15. Jahrhundert misslang, weil die deutschen Landesfürsten Luther für ihre Zwecke politische missbrauchten und  eine zentrale stattliche Autorität damals gefehlt habe. Heute müsse die Spaltung überwunden werden.
In Glaubensfragen sei seiner Meinung nach eine Einigung möglich. Die Kirchen selbst wollten sich allerdings als eigenständige Institutionen behaupten. „Das verstehe ich als Suizidversuch.“  Die Kirchen ständen sich selbst im Weg mit ihrem Interesse, als Institution zu bestehen. Sie vergäßen darüber, warum sie existieren. Würden sie daran arbeiten, die Spaltung zu überwinden, kämen sie ihrem Zweck näher und würden Menschen gewinnen.

Albert Henz,Vizepräsident der Ev. Kirche von Westfalen stellte in der sich anschließenden und von ihm moderierten Diskussion die Frage, mit welchen konkreten Schritten die Kirchenspaltung zu überwinden sei. Beutel sieht dafür den Weg von unten nach oben. An der Basis, in Gemeinden und auf Tagungen müssten Einladungen zu Abendmahl und Eucharistiefeier ausgesprochen und angenommen werden.
Lammert warb darum, die Vielfalt aufrecht zu erhalten und beschrieb eine geeinte Kirche als  Haus mit verschiedenen Wohnungen, die von unterschiedlichen Menschen bevorzugt werden. „Wir sind das Volk“, meinte er, „es ist unsere Aufgabe, als Personen die Institutionen zu verändern.“
Beutel und Lammert stimmen darin überein, dass in Deutschland das Verhältnis zwischen Kirche und Staat fruchtbringend ausbalanciert sei. Bei ethischen Entscheidungen seien kirchliche Äußerungen relevant. Doch wichtig sei ihm so Lammert, dass niemand, auch kein Bischof meine, die einzig richtige Wahrheit zu kennen.

Die Referenten zeigten großen Respekt füreinander, der in Lammerts Äußerung gipfelte: „Wenn wir beide an der Zukunft der Kirche arbeiten würden, wären wir heute Abend mit dem Thema durch.“ Das Publikum dankte mit lang anhaltendem Beifall, die Superintendenten mit Nachbildungen des Christuskreuzes 2017, das der Mescheder Benediktinermönch Pater Abraham für den ökumenischen Versöhnungsgottesdienst am 11. März in Hildesheim geschmiedet hat.  

von Kathrin Koppe-Bäumer

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Tauffest

Am Pfingstmontag haben wir das zweite Tauffest unserer Kirchengemeinde gefeiert. Im Park von Haus Dassel in Allagen wurden fünf Kinder mit Möhnewasser, das extra für die Taufen während des Gottesdienstes aus dem Fluss geholt wurde, getauft. Ein besonderer Gottesdienst an einem besonderen Ort und ein Erlebnis für alle, die dabei waren, nicht nur für die Tauffamilien. 

Mit Jesus unterwegs - Erstes ökumenisches Pilgern der Evangelischen Kirchengemeinde und des Pastoralverbunds Möhnetal

Gottesdienst im Körbecker Park

Am Samstag, 20.05.2017, machten sich bei wunderbarstem Wanderwetter über 50 Pilger auf den Weg entlang der Möhne, mit dem gemeinsamen Ziel: unter der alten Eiche von „Kirche am See“ im Körbecker Park einen Gottesdienst zu feiern. Erkennungszeichen für diese überkonfessionelle Aktion war die christliche Flagge - ein rotes Kreuz auf blauem Grund und weißem Hintergrund.

Es konnte sowohl gewandert als auch mit dem Rad gefahren werden. Startpunkt war an der Belecker Schützenhalle. Die Teilnehmer wurden mit einem geistlichen Impuls eingestimmt. Über die Strecke verteilt wurden weitere geistliche Impulse gegeben. Auch das Singen von christlichen Liedern kam nicht zu kurz.

Auf der ganzen Strecke konnten weitere Teilnehmer sowohl zu der Gruppe der Wanderer als auch zu der der Fahrradfahrer hinzustoßen. Da dies auch eifrig genutzt wurde, wuchs die Gruppe stetig an. Der jüngste Teilnehmer war 3 und der älteste Teilnehmer 85 Jahre alt.

Am  Ziel  angekommen  stärkten  sich  die  erschöpften  Pilger  mit  Kaffee,  nichtalkoholischen Getränken und Kuchen.

Abschließend wurde unter der Leitung von Dr. Pfarrerin Saßmann ein mit einer Agape-Feier gestalteter Gottesdienst gefeiert. Der Rückweg wurde zu Fuß, mit Fahrrad oder mit gechartertem Bus angetreten.

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Konfirmation Warstein

Gruppenfoto

am Sonntag, 30.04.2017
in der Martin-Luther-Kirche Warstein
:

Vanessa Bittner, Vincent Bröker, Kevin Ellert, Justin Sven Harrings, Julia Vanessa Herbrandt, Moritz Olaf Hohlfeld, Anne-Madeleine Klitzka, Arina Latyskov, Phillip Linkamp, Leonie Marie Söbke-Marasek, Tim Joey Michalik, Erika Miller, Max Miller, Edgar Mons, Jan Nusch, Nele Marie Nusch, Ann-Sophie Ochel, Phillipp Benjamin Radüge, Melissa Sophiae Schiffner, Diana Schön, Joona Magnus Schöne, Anna Volpert, Paula Wysk, Jenny Zins.

 

Copyright der Bilder bei Foto Dusny Rüthen.
www.foto-dusny-ruethen.de 

Konfirmation Rüthen

Gruppenfoto

Sonntag, 07.05.2017
in der St. Nikolauskirche Rüthen:

Tim Bitterlich, Leon Buchholz, Leonie Buschkühle, Nick Tobias Drummer, Catarina Eske, Kimberly Rebein, Ida Anna Rikus, Sophie Struchholz.

 

Copyright der Bilder bei Foto Dusny Rüthen.
www.foto-dusny-ruethen.de

 

 

Konfirmation Belecke

Gruppenfoto

Sonntag, 21.05.2017
in der St. Pankratiuskirche Belecke:

Jan Derksen, Cindy Gol, Kaya-Sophie Gudenoge, Tobias Heilig, Emelie Hölzer, Anna Hoppe, Catalina Jankowski, Victoria Kaftan, Lukas Kisker, Jan Philip Klaus, Dominik Lux, Nicole Miller, Sylvie Ruphoff gen. Ohrmann, Karen Sauermann, Laetitia Schnee, Lara Marie Seifert, Maxime Splettstößer, Dunja Süßenbach, Milena Isabell Teelen, Julius Wulfert.

Copyright der Bilder bei Foto Dusny Rüthen.
www.foto-dusny-ruethen.de